Weltcup

Weltcup Peking: Grandioser Abschluss für deutsches Team

28.04.2019 11:23

Das Beste kommt zum Schluss, hat sich wohl auch das deutsche Team beim Weltcup in Peking/China gedacht. Gleich vier Finalteilnahmen und ein Quotenplatz erzielten Monika Karsch und Co. am letzten Wettkampftag.

Foto: DSB / Monika Karsch holt Quotenplatz für deutsches Team
Foto: DSB / Monika Karsch holt Quotenplatz für deutsches Team

Monika Karsch legte bereits gestern furios in der Sportpistolen-Qualifikation los, führte nach Tag eins mit 295 Ringen im Präzisionsteil und gab diese Führung mit grandiosen 298 Ringen im Duellteil nicht mehr ab. Mit gigantischen 593 Ringen lag Monika Karsch nur einen Ring unter Weltrekord und begeisterte Bundestrainerin Barbara Georgi: „Sie wollte ins Finale und ganz oben stehen.“ Als Erste der Qualifikation zog sie natürlich souverän ins Finale der besten Acht ein und schürte Hoffnungen auf einen der begehrten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Unterstützung im Finale bekam sie von ihrer Teamkollegin Doreen Vennekamp, die ebenfalls einen hervorragenden Wettkampf ablieferte und als zweite der Qualifikation (588 Ringe) ihren Finalplatz sicherte. Karsch startete mit vier Treffern als Beste ins Finale, setzte sich mit zwei weiteren guten Serien an die Spitze, Vennekamp hielt mit jeweils drei Treffern in den ersten drei Serien Kontakt zur Spitzengruppe. Eine perfekte vierte Serie von Vennekamp ließ Hoffnungen aufkeimen, denn das Duo war im Rennen um die Medaillen. Doch sowohl Karsch als auch Vennekamp unterliefen gegen Ende immer häufiger Fehler, die Konkurrenz hingegen fand zunehmend besser in den Rhythmus.

Sie wollte ins Finale und ganz oben stehen.

Barbara Georgi, Bundestrainerin Pistole

Trotz einer wiederum perfekten letzten Serie musste sich Doreen Vennekamp ihrer direkten Gegnerin aus Ungarn, Veronika Major, geschlagen geben und belegte Rang fünf. „Bei ihr ist sogar noch Luft nach oben“, zeigt sich Barbara Georgi zuversichtlich. Olympiasiegerin Anna Korakaki behielt gegen die Olympiazweite Monika Karsch die Nerven, die sich letzten Endes mit dem undankbaren vierten Platz begnügen musste. Trotzdem strahlte Karsch übers ganze Gesicht, denn neben einer tollen Gesamtleistung und Platz vier, gab es den wichtigen Quotenplatz obendrauf. „Zwar haben unser Ziel, eine Medaille zu holen verfehlt, aber dann holen wir sie eben später“, zieht die Bundestrainerin Bilanz. Sandra Reitz kam mit 578 Ringen auf den 31. Platz, Carina Wimmer erzielte 574 Ringe in der MQS-Wertung.

Alternativer Text
Alternativer Text

KK-3x40: Kleinmanns und Beer verpassen Quotenplatz

Nachdem mit dem Luftgewehr die angestrebte Finalteilnahme ausblieb, steckten die deutschen Gewehr-Damen ihre ganze letzte Kraft in den Kleinkaliber-Dreistellungskampf und wurden dafür belohnt. Sowohl Jolyn Beer als auch Amelie Kleinmanns zeigten mit 1175 und 1173 Ringen bei kühlen Temperaturen eine äußerst ansprechende Leistung in der Qualifikation und holten sich als Vierte und Fünfte ein Ticket für das große Finale. Doch Amelie Kleinmanns startete schwach im Kniendanschlag, holte jedoch in ihrer Paradedisziplin Liegend, in der sie schon im Vorkampf mit 398 Ringen glänzte, wieder auf. Jolyn Beer schoss konstant, doch immer wieder verfehlten weite Schüsse ihr Ziel und so gelang es ihr nicht, auf die Spitzenreiter rund um die Kroatin und spätere Siegerin, Snjezana Pejcic aufzuschließen. Das gleiche Bild zeichnete sich auch im Stehendanschlag ab. Sowohl Kleinmanns als auch Beer unterliefen zu viele Achterwertungen, um ganz vorne ein Wörtchen mitzureden. „Ich weiß nicht, warum die alle so weit weg waren“, wirkte Jolyn Beer etwas ratlos nach dem Wettkampf, den sie als Sechste beendete. Amelie Kleinmanns musste sich als Fünfte aus dem Rennen um die Quotenplätze verabschieden. Auch wenn das Finale noch nicht nach Plan lief, ist das Erreichen des Finals für die beiden Schützinnen ein großer Erfolg mit dem sie zufrieden den Heimweg antreten können. Eva Rösken kam zudem mit 1167 Ringen auf Platz 27, Isabella Straub schoss 1170 Ringe in der MQS-Wertung und Anna Janßen beendete ihr Weltcupdebüt mit 1168 Ringen knapp hinter ihrer Teamkollegin.

Positive Weltcup-Bilanz für deutsches Team

Die Silbermedaille und der Quotenplatz von Oliver Geis am Freitag komplettieren das hervorragende Abschneiden des deutschen Teams in Peking. „Es war ein toller Weltcup für mich hier auf der Olympiaschießanlage von 2008. Der Quotenplatz nimmt uns erst einmal Druck von den Schulter und ich habe keine Zweifel daran, dass Christian Reitz den zweiten Quotenplatz holen wird.“ Und auch Gewehr-Bundestrainer Claus-Dieter Roth zieht Bilanz: „Positiv schätze ich vor allem das Weltcupdebüt von Anna Janßen ein, die auf volle Ringe 598 Ringe mit dem Luftgewehr erzielte und auch im Mixed-Wettbewerb sich keine einzige Neun leistete. Trotzdem waren die Ergebnisse durchwachsen, denn bei Serien zwischen 103 und 105 Ringen ist im Luftgewehr bei den Männern nichts zu gewinnen.“ Die nächste Chance, sein Können unter Beweis zu stellen, wartet mit dem Heimweltcup in München (24.-31. Mai) bald auf die deutschen Top-Schützen.

Weiterführende Links

Weitere News zu "ISSF Weltcup"

Embed-Code